Nachhaltigkeitskonzept
Alle unesco-projekt-schulen in Niedersachsen und Bremen arbeiten in folgenden Handlungsfeldern:
- Friedenserziehung und Einsatz für die Menschenrechte
- Interkulturelle Kompetenz
- Natur- und Umweltschutz
- Erhaltung des Kulturerbes
Die Umsetzung von nachhaltigem Lernen an den unesco-projekt-schulen in Niedersachsen und Bremen erfolgt schwerpunktmäßig in folgenden Bereichen:
I. Friedenserziehung und Einsatz für die Menschenrechte, vor Ort und weltweit:
- Kinderrechte und Menschenrechte sind fester Bestandteil des Schulcurriculums
- Organisatorische Strukturen für soziales Engagement sowie Streit- und Konfliktschlichtung innerhalb der Schulen (Zielsetzung: Gewaltfreie Schule)
- Internationale Kontakte und Mitarbeit in Netzwerken (z.B. Projekte mit den Life-Link Friendship Schools – Sitz in Uppsala/Schweden)
II. Kontinuierliche Begegnungen und dauerhafte Dialoge:
- Partnerschulen (Sprach- und Kulturaustausche)
- Lokale Partner(schulen)
- Überregionale Partner
- Internationale Partner
III. Natur- und Umweltschutz:
- Verankerung des Syndrom-Konzeptes (Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltprobleme WBGU) im Schulcurriculum
- Gemeinsame Arbeit von natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an Projekten im Nahraum (z.B. UNESCO-Biosphärenreservate, Naturschutzgebiete, Naturparks)
- Müllvermeidung, Mülltrennung und Recycling im schulischen und im häuslichen Bereich
- Energie- und Wassersparprojekte im schulischen Bereich mit Signalwirkung auch auf den häuslichen Bereich – ggf. dezentrale Abwasserbeseitigung
- Nutzung regenerativer Energien
- Ökologische Bauunterhaltung (z.B. Wärmedämmung – bei Neubauten: Plus-Energie-Konzepte mit Einspeisung ins Netz)
- Beachtung nachhaltiger Konzepte beim Kauf und bei der Nutzung von Inventar und Verbrauchsmaterialien
- Sport und Bewegung sowie gesunde Ernährung unter Nachhaltigkeitsaspekten (z.B. Vermeidung weiter Transportwege für Nahrungsmittel)
- Beachtung von Fair-Trade-Kriterien
- Einrichtung nachhaltiger Schülerfirmen in diesem Zusammenhang
IV. Erhaltung des Kulturerbes:
- Fächer übergreifende Auseinandersetzung mit dem UNESCO-Welterbe – ggf. vor Ort – sowie mit dem regionalen Kulturerbe (nicht klassifiziert)
- Zusammenarbeit mit anderen unesco-projekt-schulen in diesem Kontext sinnvoll und möglich (vgl. Hildesheim und Lüneburg)
- Möglichkeiten der Verankerung dieser vier Bereiche im Schulcurriculum:
- Fachunterricht und Fächer übergreifender Unterrichtsprinzip
- WPU (Wahlpflichtunterricht)
- Arbeitsgemeinschaften
- Bearbeitung im Seminarfach (mit Facharbeiten)
- Austauschfahrten, Exkursionen
- Projekttage und Projektwochen
- Schulinterne Lehrerfortbildungen (SCHILF) zu UNESCO-relevanten Themen
Arbeitsgruppe „Nachhaltigkeitskonzept“ der niedersächsischen und bremischen unesco-projekt-schulen
