WPU UNESCO: Aktionstag von "terre des hommes" am 20. November 2006

In Göttingen haben Schülerinnen und Schüler des Hainberg-Gymnasiums (Wahlpflichtkurs UNESCO, Jahrgang 8) Schuhe geputzt, Papiertaschen verkauft und einen Info-Stand am Alten Rathaus errichtet. Ziel der Aktion war es, auf die Situation der Straßenkinder aufmerksam zu machen und Spenden für Straßenkinderprojekte zu sammeln.

Erfahrungsberichte:

Charlotte Y., Lara R. und Nora R.

 

Wir fanden, dass sich die Aktion auf jeden Fall gelohnt hat.

158 € sind eine ganze schöne Menge dafür, dass wir nur herumgegangen sind und versucht haben, die Menschen zu informieren und zu überzeugen zu spenden. Auch 60 € hätten sich gelohnt. Wir finden, dass man so etwas öfter machen könnte.

Natürlich gab es Menschen, die einfach an uns vorbei gegangen sind, aber damit muss man rechnen. Es gab einen, der erzählte uns seine ganze Lebensgeschichte und seine Erfahrungen mit dem Spenden an arme Kinder, er sagte, dass das Geld sowieso nur zu 20% an den Ort an den es gehen soll geht, da der Staat sich 80% selber nimmt. Und dass man mehr davon hat, das Geld einem Obdachlosen persönlich zu geben. Darum spendetet er nicht, nachdem er uns eine halbe Stunde zugeredet hat. Es gab viele Menschen, die sich auch dafür interessierten, was über die Aktion zu erfahren und wo das Geld hingeht, deshalb spendeten auch viele.

 

Birte I., Nessrin K. und Nina B. (Bauchladenverkäufer)

 

Wir sind durch die Stadt gegangen und haben Leute nach einer Spende gegen Kinderarbeit in der 3. Welt gefragt. Die meisten sind aber einfach weiter gegangen oder haben gesagt, dass sie keine Zeit haben. Manche haben aber auch gesagt, dass sie noch Geld abheben müssen oder dass sie erst ihre Einkäufe erledigen müssen und später noch einmal wiederkommen. Sie sind dann aber doch nicht mehr gekommen. Natürlich haben auch viele begeistert gespendet. Insgesamt haben wir dann 158 € eingenommen. Aber viele haben sich gar nicht richtig informiert, sondern einfach nur gespendet. Unser Bauchladen ist kaum leerer geworden und wir sind auch nur die Hälfte von unseren Papiertaschen losgeworden.

 

Lena B., Linda H. und Onyeka O. (Standteam)

 

Am Aktionstag haben wir den Stand betreut. Es haben sich nur sehr wenig Leute bei uns informiert. Darunter ein Journalist vom Göttinger Tageblatt. Aber auch ein sehr interessierter Mann, der viel gespendet hat. Im Endeffekt war die Aktion gut und ganz erfolgreich.

 

David S. und Patrick M. (Schuhputzer)

 

Wir fanden den Aktionstag gut, auch wenn Erfolg und Niederlage sich abgewechselt haben. Manche Menschen haben großzügig gespendet. Allerdings waren wir auch in der Situation einfach abgeblockt zu werden.

Zum Beispiel: Ein junges Ehepaar kam an unserem Stand vorbei und als wir sie um eine Spende baten, wurden wir mit einem kalten "nein" und Gekicher abserviert. Andere wiederum beteuerten, nicht mehr dabei zu haben.

Patrick: Ich fand den Aktionstag gut, weil wir damit Straßenkindern in der Welt geholfen haben.

David: Ich fand den Aktionstag gelungen, obwohl die Leute nicht wollten, dass wir ihre Schuhe putzen.

 

Alexandros D. und Yannick O.

 

Viele Leute waren überhaupt nicht daran interessiert und haben uns nicht einmal ausreden lassen. Viele waren auch unverschämt und haben uns angemotzt. Die meisten haben schließlich doch gespendet. Wir fanden den Aktionstag gut, denn wir haben damit Straßenkindern geholfen.

 

Felix T. und Jannik B. (Standteam)

 

Die meisten Menschen haben es abgelehnt sich die Schuhe putzen zu lassen, haben aber trotzdem Geld gespendet. Manche Leute haben gesagt, dass sie keine Zeit haben oder schon gespendet hätten (das entsprach aber meistens nicht der Wahrheit). Allerdings haben auch viele Leute viel Geld gespendet. Im Endeffekt waren die Leute recht spendabel und die Spendenaktion war erfolgreich.

 

Hannah K., Jana D. und Patrizia G. (Bauchladenverkäufer)

 

Es war eine schöne Aktion und hat sich auf jeden Fall gelohnt. Sehr viele Leute haben bereitwillig gespendet, andere sind einfach vorbeigegangen. Manche kannten die Organisation, einige informierten sich sehr interessiert und andere spendeten schnell, um weiter gehen zu können. Da die meisten Leute noch nicht wussten, dass es diesen Kinderrechtstag am 20. November gibt, finden wir es sehr sinnvoll einen Tag als Straßenkind verbracht zu haben.

 

Janna H., Julius W. und Raysha S.

 

Wir finden, dass sich diese Aktion wirklich gelohnt hat. Nicht nur wegen des gesammelten Betrags, sondern auch wegen der Erfahrung "für einen Tag ein Straßenkind" zu sein. Die Reaktion der Leute war zum Teil sehr unterschiedlich. Die einen sehr interessiert, doch viele hatten "keine Zeit" oder gingen einfach an einem vorbei.

Wir können uns jetzt sehr gut vorstellten, wie es sein muss, ein Straßenkind zu sein, ... wenn auch nur für einen Tag.