Hainberg-Gymnasium: zehn Jahre unesco-projekt-schule

 

"Frieden im Geist verankern"

Seit zehn Jahren ist das Hainberg-Gymnasium
UNESCO-Projektschule.
Zur Festwoche sind Lehrer und Schüler von zehn Partnerschulen im Ausland angereist und wurden von Schule und Stadt festlich empfangen.

Empfang in der Aula: Unter den Gästen Vertreter aus Politik und Verwaltung.

Göttingen (ka). Aus Spanien, Frankreich, Weißrussland, Litauen, der Tschechischen Republik, Polen und sogar aus Tanzania und Korea sind die Vertreter der Partnerschulen angereist. Zu einem großen Fest hatte das Hainberg-Gymnasium die rund 160 Besucher und auch die Gastfamilien am Sonntagabend eingeladen. 600 Gäste kamen, berichtet Schulleiter Wilfried Bergau-Braune. Die Hainberg-Schüler begrüßten die ausländischen Gäste in der jeweiligen Landessprache, diese präsentierten sich und ihre Schule mit kleinen Bühnenvorträgen: Tänze in der Landestracht, Theaterstücke und ein Quiz gab es zum Beispiel.
Beim offiziellen Empfang von Schule und Stadt ging es am Montag um den besonderen Anspruch der Projektschulen: die Verpflichtung auf die Ziele der UNESCO–Einsatz für Menschenrechte, Umweltschutz und Bekämpfung der Armut.

Botschafter für Göttingen
„Da Kriege im Geiste der Menschen entstehen, muss auch der Frieden im Geist der Menschen verankert werden“, zitierte Karl-Heinz Böhmer, Bundeskoordinator der unseco-projekt-schulen, aus der Präambel der UNESCO. Dies versuche man mit dem Netzwerk der weltweit 7000 UNESCO-Schulen (Deutschland: 160) zu erreichen. Gemeinsame Projekte brächten Lehrer und Schüler aus verschiedenen Ländern zusammen, die Schulen würden so die Zusammenarbeit der Völker  stärken und die Grundlage für solidarisches Verhalten legen. „Wirkliche Toleranz setzt Berührung voraus“, erklärte Bergau-Braune die Arbeit seiner Schule: Bei den zahlreichen Austauschfahrten entstünden Freundschaften über Länder- und kulturelle Grenzen hinaus.
Das Hainberg-Gymnasium sei hervorragender Botschafter für die Stadt Göttingen, lobte Bürgermeister Wilhelm Gerhardy. Auch Reinhard Behrends, Leitender Regierungsschuldirektor, lobte die Arbeit der Schule als „vorbildlich“
Dass die Hainberg-Schule auch im musischen Bereich einiges zu bieten hat, zeigten die Darbietungen der Schüler: Indischer Tempeltanz, Musik von der Schul-Bigband Jazztified - und auch der eigens gegründete Elternchor (GT berichtete) hatte seinen großen Auftritt

Begrüßungsfest:
Schüler des Musikleistungskurses

Göttinger Tageblatt. 26.5.2004